Montag, 24. August 2015

Sie läuft und läuft und läuft

Bei leichtem Regen sind wir am 19.08. mittags raus aus unserer Bucht und mit einer Maschine gegen Süden motort. Das Wasser war spiegelglatt, man nennt das ölig und man hat unsere Heckwelle noch lange gesehen. Wir waren fast allein, im August in Kroatien nahezu eine Unmöglichkeit, so dass die Fahrt, trotz des Wetters sehr schön war.  

Am Nachmittag hat es aufgeklart und wir sind bei schönstem Sonnenschein in die Bucht Vrala Zarzanj auf Zmajan eingelaufen. Dort lag bereits ein Boot mit sechs Kindern, ein schönes Projekt für benachteiligte Kinder und bald waren beide Boote abwechselnd stark bevölkert. Unseren Buben hat es sehr gefallen und so sind wir gleich noch einen Tag länger geblieben.

Am 21.08. vormittags haben wir noch unter Anker das Großsegel gesetzt und hatten, teilweise unter Spinnaker, einen schönen Segeltag. Da uns kleinere Missgeschicke, z.B. Leinen aus der Schraube holen, ja nicht mehr groß zu Tränen rühren, brauchen sie hier auch nicht weiter erwähnt werden. Um 17.00 fiel der Anker in der Vrala Krkujasi auf Veli Drvenik, eine wunderschöne Bucht mit klarem, türkisfarbenen Wasser.

 
Da dies leider in ganz Dalmatien bekannt ist, es geht hier zu wie am Stachus, haben wir am nächsten Mittag wieder die Segel gesetzt und sind nach Hvar in den kleinen Hafen Nedjelja gesegelt, den der bekannte Winzer Zlatan Plenkovic samt Weinrestaurant errichten ließ. Beim Abendessen haben wir Albrecht, Gerarda, Jochen und Anna kennen gelernt und uns auf Anhieb blendend verstanden, für Leander ist blendend stark untertrieben. Also kein Wunder, dass es etwas später wurde, man kann die meisten Weine auch im Glas verköstigen und wir am nächsten Morgen ein bisschen wackelig auf den Beinen waren, was allerdings auch an dem sehr unangenehmen Schwell im Hafen lag. Dies hat uns aber nicht gehindert am nächsten Tag, wie gestern nach ein paar Wein versprochen, den steilen Weg zu Albrechts Haus in Angriff zu nehmen, das wir nach ca. fünf Minuten auch erreichten. Papas viele Bergtouren zeigen eben doch Wirkung. Leider war für den Nachmittag Wind aus Südost angesagt, dann wird es in dem kleinen Hafen mehr als ungemütlich, so dass wir gegen halb drei schweren Herzens ausgelaufen sind. Wir hätten gerne noch einen weiteren Abend mit den Vieren genossen, es passt manchmal halt einfach. Es war wiederrum ein super Segeltag unter Spinnaker. Wir liegen jetzt vor Loviste auf Peljesac, nur noch rd. 60 Seemeilen bis Dubrovnik, und legen einen verdienten Ruhetag ein.