Es regnet gefühlt zwei Tage. Und dann folgen
drei unglaubliche Wochen schönstes Badewetter. Aber der Reihe nach: In Kalamata
gibt es die DÖF, die deutsch-österreichische Freundschaft. Genau genommen sind
es vier Österreicher, wenn man Hund und Katze dazu zählt sechs und rd. zehn Deutsche
inkl. Hund, die in Kalamata überwintern. Segler lieben Anlegemanöver, v.a. die
der Anderen. Da wir gleich drei hingelegt haben, sind wir sofort bekannt und in
kürzester Zeit in die DÖF integriert. Das ist für uns etwas ganz neues, eine
echte Gemeinschaft von Langfahrtseglern, die, obwohl sehr heterogen, wirklich zusammen
hält. Es ist richtig schön. Leider sind keine Kinder dabei, aber dafür findet
Lausi sofort eine Ersatzoma und wenn ich beide beobachte, denke ich: „Da haben
sich zwei gefunden“.
Wir holen das kleine Moped raus,
erkunden die Stadt, kaufen am Markt ein und lassen es uns gut gehen. Das Eisenbahnmuseum sowie die große Kathedrale bezeugen wieder einmal unseren ausgeprägten Drang nach Kultur. Schön
langsam muss ich die LENI für die Winterpause fertig machen, aber trotzdem
bleibt immer genügend Zeit sich gegenseitig zu besuchen und Weisheiten
von sich zu geben. Lausi ist oft am Strand, fährt Rad oder Moped durch den Hafen und fängt denselben Fisch, wie Pralle bei der Übergabefahrt, nur etwas größer, während ich sportlich mit den Toilettenschläuchen ringe und mich anderweitigen geistreichen Aufgaben hingebe.
Drei Tage vor unserem Abgang treffen wir uns
alle am Strand zum Grillen, wohlgemerkt Mitte November. Na gut, abends braucht
man schon ein Jäckchen. Holz holen wir uns aus dem Hafen, da liegt einiges an
alten Zeugs rum. Leider vergesse ich, dass ich die 50 schon überschritten habe
und auch meine neue Super-Luigi-Hirnlampe und bekomme als Quittung einen
Bänderriss im Sprunggelenk. Gott sei Dank werde ich von der DÖF bestens
umsorgt, vielen Dank nochmals dafür, und alle kümmern sich rührend um mich.
Wenn ich nicht so ein extrem harter Hund wäre (frei nach meinem Orthopäden), hätten
mir die lieben Mädels sogar das Boot geputzt. Ich frage mich noch heute, warum
ich das abgelehnt habe.
Am 15.11. fliegen wir nach München, es
wird eine ganz tolle Überraschung für Petra und Leander, die uns erst eine
Woche später erwarten und erstere wird eine Woche brauchen, um dies zu
verdauen. LENI weiß ich derweil in guten Händen, die Skipper der Tweeny und der Walker werden sie bootsitten.
Ich weiß, es wird nun eine harte
Zeit für unsere Fans anbrechen, in der dunklen Jahreszeit keine Berichte mehr
zu lesen, die den Alltag erhellen, aber wir brauchen dringend Urlaub, denn wie
hat schon der Papa gesagt: „Es war scho a Stress“.
Ende März/Anfang April, wer weiß das
schon ganz genau, heißt es dann frei nach Arnold S.:
„ We´ll be back“









