Heute, am 17.07. ist es geschafft:
Letzter Schultag und damit große Ferien. Auch sonst sind wir längst im Alltag
angekommen. Das bedeutet neben Wetterbeobachtung und daraus resultierender
Entscheidungen, Schule, Einkaufen, Putzen, Waschen, Kochen etc. Das meiste
Leben spielt sich draußen auf unserer Terrasse und im Salon ab.
Schule wird
jeden Tag gemacht, wenn es die Verhältnisse zulassen. Auch glaubt man kaum, wie
staubig es auf einem Boot in kürzester Zeit wird, ich habe immer geglaubt, die
Luft auf See ist nahezu staubfrei. Wenn Südwind herrscht und es dann noch regnet,
kommt goldener Sand aus der Sahara runter, eine Riesensauerei. Unser
Kühlschrank ist leider zu klein, so dass wir jede Woche Einkaufen müssen, die
Schlepperei kann man sich vorstellen. Petras Liebling ist ihre pinke
Campingwaschmaschine, sie kann Stunden mit ihr ganz allein verbringen.
Das Strandleben in Porto Puddo hat uns
drei Tage fest im Griff, Leander und ich haben unsere ersten Seeigelstachel
schon hinter uns. Nikolaus findet trotzdem noch Zeit unser Edelstahl zu
polieren, jetzt glänzt es wieder schön.
Schön langsam wird es Zeit Sardinien
zu verlassen, die Balearen rufen. Da aber überwiegend Westwind herrscht, wir
müssen nach Westen, kommen wir nur langsam vorwärts. Am 20.07. laufen wir in
Porto Pozzo ein, wieder hält der Anker nicht und eine Boje muss her. Abends
speisen wir in einem typischen Ristorante direkt am Strand. Als der
Alleinunterhalter antritt runzeln wir noch etwas die Stirn, aber der junge Typ
hat mit sich Spaß und färbt auf die Gäste schnell ab, die sich zu späterer
Stunde fast darum streiten, wer als nächster ins Micro singen oder auch grölen
darf. Eine echte Gaudi, sie geht bis um drei in der Nacht.
Endlich soll der Wind nach NO drehen
und wir erreichen am 22.07. nach einem Zwischenstopp am Capo Testa das
Städtchen Castelsardo, das wie ein Schwalbennest am Fels klebt. Wir machen uns
hier fertig für unsere Überfahrt nach Menorca, d.h. Bootputzen, Waschen,
Einkaufen, Volltanken. Natürlich bleibt auch Zeit für eine Besichtigung, ganz
oben am Fels thront eine Burg. Die Besichtigung kostet natürlich und Leander
will danach lautstark sein Geld zurück; zu Recht, denn innen dienen 90% der
Räume einer Vernissage und das verachtenswerter Weise sogar ohne Schampus.
Am 25.07. motoren wir in die Bucht
Pelosa bei Stintino und warten hier auf ein günstiges Wetterfenster für die Überfahrt
nach Menorca.









