Sonntag, 19. Juni 2016

Sardegna – ci andiamo

Um halb sechs klingelt der Wecker. Schnell ein Prima Colazione di Capitano, einen Kaffee und einen Chick und hoch mit dem Anker. Der Plan sieht folgendermaßen aus: Erst müssen wir ein bisschen motoren, dann soll ein Südostwind kommen, der uns direkt nach Sardinien bläst und das letzte Stück muss wieder der Motor ran. Ziel ist Arbatax, ziemlich in der Mitte der Ostküste Sardiniens. Wenn sich meine Berechnungen in Realität verwandeln, sollten wir am frühen Nachmittag des übernächsten Tages ankommen.

Genauso ists dann auch, eine reibungslose Überfahrt, vielleicht auch Dank der wohlwollenden Begleitung von Außerirdischen im Ufo über uns.
 
Am 12.06. fällt um 14.30 Uhr der Anker am Strand vor dem Hafen in Arbatax. Ales ist gut gegangen, wir konnten sogar den Spinnaker 8 Stunden am Stück fahren, neuer Rekord.
 
Leider segnet zum Schluss der Autopilot, der ja schon auf der Überfahrt von Griechenland gezickt hat, endgültig sein Zeitliches, d.h. es muss nun ununterbrochen von Hand gesteuert werden. Das ist unglaublich anstrengend und nervt. Irgendwie muss Ersatz her, denn so wollen wir nicht auf die Balearen.

Arbatax ist von See her kommend wesentlich schöner als vor zwei Jahren mit dem Moped von Land kommend. Vielleicht liegts auch an der Begleitung, damals waren Pralle und Barnes dabei, die offensichtlich meine Stimmung nicht so versüßen wie meine reizende Frau und die Zuckerbuben. Wir bleiben zwei Tage, schlafen aus, baden, kaufen ein und schauen, in bester Lage, im Marina-Restaurant Deutschland – Ukraine. Und, kaum zu glauben, hier gibt’s gute Pizzen.

Am 14.06. lichten wir den Anker und ziehen innerhalb von zwei Tagen hoch in das Inselarchipel vor Olbia. Die Nacht verbringen wir am Strand vor dem Capo Camino, ein echter Geheimtipp mit feinem Sandstrand und herrlicher Dünenlandschaft.
 


Am 15.06. landen wir in der ersten Bucht am Capo Coda Cavallo, dem Pferdeschwanzkap und treffen am 18.06. auch die Walker mit Kay wieder, der uns spontan besuchen kommt.


Hier ist es wie bestellt. Sonne, Strand und türkisblaues Wasser.


Jetzt buchteln wir uns erst mal richtig aus.

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